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Die `!Ackerwinde`! (`*Convolvulus arvensis`*), auch `!Acker-Winde`!, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der `F33f`_`[Winden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Winden_(Gattung)]`_`f (`*Convolvulus`*) innerhalb der Familie der `F33f`_`[Windengewächse`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Windengewächse]`_`f (Convolvulaceae).

>>Contents

• `F0af`_`[Beschreibung`#beschreibung]`_`f
• `F0af`_`[Vegetative Merkmale`#vegetative-merkmale]`_`f
• `F0af`_`[Generative Merkmale`#generative-merkmale]`_`f
• `F0af`_`[Ähnliche Arten`#hnliche-arten]`_`f
• `F0af`_`[Ökologie`#kologie]`_`f
• `F0af`_`[Biochemie`#biochemie]`_`f
• `F0af`_`[Medizinische Nutzung`#medizinische-nutzung]`_`f
• `F0af`_`[Vorkommen`#vorkommen]`_`f
• `F0af`_`[Taxonomie`#taxonomie]`_`f
• `F0af`_`[Trivialnamen`#trivialnamen]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f

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>>Beschreibung

>>>Vegetative Merkmale

Die Ackerwinde ist eine linkswindende, kriechend bis kletternde, mehrjährige, `F33f`_`[krautige Pflanze`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krautige_Pflanze]`_`f. Die schlanken, verdrehten Sprossachsen sind fein behaart bis kahl.

Die wechselständig an den Sprossachsen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die ganzrandigen bis schwach feingezähnten, pfeil- bis spieß- oder eiförmigen und stumpfen bis spitzen, feinstachelspitzigen Blätter sind behaart bis kahl. Der behaarte bis kahle Blattstiel ist rinnig.

>>>Generative Merkmale

`F33f`_`[Blütezeit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Phänologie]`_`f reicht von Juni bis September. Die duftenden Blüten erscheinen achselständig bis zu dritt. Es sind jeweils zwei mehr oder weniger haltbare `F33f`_`[Vorblätter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vorblatt]`_`f vorhanden. Die gestielte, zwittrige und fünfzählige `F33f`_`[Blüte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Blüte]`_`f ist `F33f`_`[radiärsymmetrisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Radiärsymmetrisch]`_`f mit doppelter `F33f`_`[Blütenhülle`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Blütenhülle]`_`f. Die behaarten bis kahlen, dachigen Kelchblätter sind oft ungleich lang. Die weiße bis rosafarbene, trichterförmige Blütenkrone mit gelb-grünem Zentrum weist einen Durchmesser bis 4–5 Zentimetern auf. Die Saumlappen sind fast ganz verwachsen. Der zweikammerige, meist kahle `F33f`_`[Fruchtknoten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fruchtknoten]`_`f mit kurzem `F33f`_`[Griffel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Griffel_(Botanik)]`_`f und zweiästiger `F33f`_`[Narbe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Narbe_(Botanik)]`_`f ist oberständig, die ungleichen `F33f`_`[Staubblätter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Staubblatt]`_`f sind kurz, mit an der Basis drüsigen Staubfäden. Es ist ein becherförmiger `F33f`_`[Diskus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Diskus_(Botanik)]`_`f vorhanden.

Die kleine, kahle und eiförmige, kurz `F33f`_`[geschnäbelte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schnabel_(Botanik)]`_`f, etwa 6–7 Millimeter große `F33f`_`[Kapselfrucht`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kapselfrucht]`_`f am beständigen Kelch öffnet sich zweiklappig und enthält bis zu vier `F33f`_`[Samen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Same_(Pflanze)]`_`f. Die braunen, eiförmigen Samen sind feinwärzlich.

Die `F33f`_`[Chromosomenzahl`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Chromosomenzahl]`_`f beträgt 2n = 48 oder 50.`:cite-ref-oberdorfer2001-1-0[`F5bf`_`[1`#cite-note-oberdorfer2001-1]`_`f]

>>Ähnliche Arten

Von der sehr ähnlich aussehenden `F33f`_`[Echten Zaunwinde`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Echte_Zaunwinde]`_`f (`*Calystegia sepium`*) unterscheidet sich die Acker-Winde durch die Blüten, die bei der Zaunwinde gut doppelt so groß wie bei der Acker-Winde sind. Bei der Zaunwinde sind sie durchgehend strahlend weiß, während sie bei der Acker-Winde zartrosa oder bläulich getönt sein können und außen an den Nahtstellen der zusammengewachsenen Blütenblätter dunkle, keilförmig auf den Blütenrand zulaufende Streifen aufweisen. Die Blüte der Zaunwinde hat außen zwei deutlich ausgeprägte grüne Vorblätter, die bei der Acker-Winde fehlen.

Auch die Laubblätter unterscheiden sich bei beiden Arten: Bei der Zaunwinde sind sie eher rundlich, während sie bei der Acker-Winde länglich mit einer Spitze und zwei spitzen Ecken sind.

>>Ökologie

Sie bildet im Boden ein dichtes Netzwerk von knotig verdickten „Wurzelsträngen“ aus, die immer wieder neue Sprossachsen hervortreiben, selbst wenn man die Pflanze oberflächlich gejätet hat. Die Spitzen der Sprossachsen führen kreisförmige Suchbewegungen durch (als `F33f`_`[Linkswinder`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Linkswinder]`_`f von oben gesehen entgegen dem Uhrzeigersinn), um sich an einer geeigneten Unterlage emporwinden zu können.

Die Acker-Winde ist ein `F33f`_`[Rhizom`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rhizom]`_`f- und Wurzelknospen`F33f`_`[geophyt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kryptophyt]`_`f, dessen Wurzeln zur Sprossbildung fähig sind. Sie ist eine linkswindende Kletterpflanze und eine typische Trockenheitspflanze. Ihr Wurzelwerk reicht bis zwei Meter tief.`:cite-ref-oberdorfer2001-1-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-oberdorfer2001-1]`_`f] Abgeschnitten verwelkt sie jedoch rasch, weil ihre Wurzeln mit hoher Saugkraft für das Überleben unentbehrlich sind.

Die Blütezeit ist von April bis Oktober. Die `F33f`_`[Blüten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Blüte]`_`f der Acker-Winde sind homogame „Große Trichterblumen“, die nur einen Tag geöffnet sind (Eintagsblumen). Die Blüten öffnen sich bei schönem Wetter meist gegen 7 bis 8 Uhr vormittags und schließen sich zwischen 13 und 14 Uhr nachmittags.`:cite-ref-hegi1966-2-0[`F5bf`_`[2`#cite-note-hegi1966-2]`_`f] Bei kühlem Wetter kommt es zu `F33f`_`[Schließbewegungen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pflanzenbewegung]`_`f (Thermonastie). Bei Regenwetter bleiben die Blüten geschlossen und gelten daher auch als Wetterpropheten. Der `F33f`_`[Nektar`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nektar_(Botanik)]`_`f wird am Grunde des Fruchtknotens gebildet und ist von der Basis der `F33f`_`[Staubfäden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Staubblatt]`_`f bedeckt; deshalb führen nur fünf enge Spalten zum Nektar hin. `F33f`_`[Bestäuber`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bestäubung]`_`f sind `F33f`_`[Insekten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Insekten]`_`f aller Art, aber besonders treten `F33f`_`[Spiralhornbienen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Spiralhornbienen]`_`f (`*Systropha`*) auf, die auf `F33f`_`[Windengewächse`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Windengewächse]`_`f spezialisiert sind. Sie wälzen sich in den Blüten. Es findet aber auch `F33f`_`[Selbstbestäubung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Selbstbestäubung]`_`f statt.

Während des Wachstums führt die Spitze des Triebes windentypische kreisende Bewegungen (`F33f`_`[Nutation`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nutation_(Botanik)]`_`f) aus, wobei für einen Kreis nur 80 bis 100 Minuten benötigt werden.`:cite-ref-hegi1966-2-1[`F5bf`_`[2`#cite-note-hegi1966-2]`_`f] Die Bewegung erfolgt gegen den Uhrzeigersinn.`:cite-ref-hegi1966-2-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-hegi1966-2]`_`f]

Die unauffälligen `F33f`_`[Kapselfrüchte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kapselfrüchte]`_`f hängen zur Reife nach unten. Der Samenansatz ist meist gering. Ausbreitung erfolgt hauptsächlich durch den Menschen über Ackergeräte usw. Außerdem tritt `F33f`_`[Schwerkraft`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwerkraft]`_`fausbreitung, Zufallsausbreitung durch Weidetiere und Ausbreitung der Rollsamen als Bodenroller auf. `F33f`_`[Fruchtreife`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fruchtreife]`_`f ist von August bis Oktober.

Die `F33f`_`[vegetative Vermehrung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vegetative_Vermehrung]`_`f erfolgt durch `F33f`_`[Ausläufer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stolo]`_`f und Wurzelsprosse. Bei der Bodenbearbeitung wachsen kleinste unterirdische Teile zu ganzen Pflanzen heran. Obwohl sie hübsche, zarte, große Trichterblüten besitzt, ist sie in Gärten, auf Feldern und Weinbergen nicht gerne gesehen, weil sie sich an Kultur- und Zierpflanzen emporrankt und mit ihrem eigenen raschen Wachstum deren Entwicklung hemmt.

Die Blüten bieten reichlich `F33f`_`[Nektar`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nektar_(Botanik)]`_`f und `F33f`_`[Pollen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pollen]`_`f für `F33f`_`[Bienen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bienen]`_`f, `F33f`_`[Käfer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Käfer]`_`f und `F33f`_`[Schmetterlinge`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schmetterlinge]`_`f, insbesondere für den `F33f`_`[Windenschwärmer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Windenschwärmer]`_`f (`*Agrius convolvuli`*). Auch vom Vieh werden die Pflanzen als Bestandteil von Heu gerne gefressen. Für das `F33f`_`[Ackerwinden-Bunteulchen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ackerwinden-Bunteulchen]`_`f (`*Emmelia trabealis`*), einen stark spezialisierten Kleinschmetterling, sind die Blüten der Acker-Winde die einzige Raupennahrung. Die beiden heimischen `F33f`_`[Spiralhornbienen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Spiralhornbienen]`_`f leben `F33f`_`[oligolektisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oligolektie]`_`f von der Acker-Winde.

>>Biochemie

In der Pflanze kommen verschiedene `F33f`_`[Alkaloide`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Alkaloide]`_`f, wie Convolvin uns Convolvelin, Jalapin, `F33f`_`[Tropin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tropin]`_`f, `F33f`_`[Pseudotropin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pseudotropin]`_`f, `F33f`_`[Tropinon`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tropinon]`_`f, `F33f`_`[Cuscohygrin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cuscohygrin]`_`f und `F33f`_`[Hygrin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hygrin]`_`f, vor. Vitamine sind `F33f`_`[C`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vitamin_C]`_`f, `F33f`_`[E`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vitamin_E]`_`f, und `F33f`_`[Carotin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Carotin]`_`f. Von den `F33f`_`[Phenolsäuren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Phenolsäuren]`_`f sind `F33f`_`[Ferulasäure`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ferulasäure]`_`f und `F33f`_`[Kaffeesäure`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kaffeesäure]`_`f enthalten. Folgende `F33f`_`[Cumarine`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cumarin]`_`f werden gebildet: 3-Methyl-esuletin, `F33f`_`[Umbelliferon`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Umbelliferon]`_`f und `F33f`_`[Scopoletin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Scopoletin]`_`f. Des Weiteren kommen die `F33f`_`[Flavonoide`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Flavonoid]`_`f `F33f`_`[Quercetin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Quercetin]`_`f und `F33f`_`[Kaempferol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kaempferol]`_`f vor. Außerdem sind `F33f`_`[Saponine`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Saponin]`_`f, `F33f`_`[Gerbstoffe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gerbstoffe]`_`f und Steroide (`F33f`_`[Stigmasterol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stigmasterol]`_`f) enthalten.`:cite-ref-ethnobotany-3-0[`F5bf`_`[3`#cite-note-ethnobotany-3]`_`f]

>>Medizinische Nutzung

Es kann gegen Bluthochdruck und als `F33f`_`[Immunstimulantes Mittel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Immunstimulans]`_`f eingesetzt werden. In Zentral- und Mittelasien wird ein aus der Pflanze hergestellter Saft bei Gallenblasenproblemen, Lungenerkrankungen, Bronchitis, Leber- und Milzproblemenen eingesetzt. Äußerlich wird es zur Behandlung von Schlangenbissen und Skorpionstichen, zur Entfernung von Sommersprossen und zur Behandlung von Verbrennungen, Geschwüren, Wunden, Schnitten, Prellungen, Arthritis, Ischias, Hautgeschwüren und Pilzerkrankungen der Haut verwendet. Es wird auch als `F33f`_`[Diuretikum`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Diuretikum]`_`f genutzt.`:cite-ref-ethnobotany-3-1[`F5bf`_`[3`#cite-note-ethnobotany-3]`_`f]

>>Vorkommen

Ursprünglich in Eurasien und Nordafrika beheimatet, kommt sie fast weltweit in den gemäßigten bis subtropischen Zonen vor.`:cite-ref-wcsp-4-0[`F5bf`_`[4`#cite-note-wcsp-4]`_`f] Die Acker-Winde ist in Europa weitverbreitet. Sie kommt in Europa in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Nordmazedonien und Bosnien-Herzegowina.`:cite-ref-euro-med-5-0[`F5bf`_`[5`#cite-note-euro-med-5]`_`f] Außer auf Äckern findet man die Acker-Winde auf Wegen, Wiesen und Schuttplätzen. Sie gedeiht in Mitteleuropa auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoff- und basenreichen, meist humusarmen Lehm- oder Tonböden.`:cite-ref-oberdorfer2001-1-2[`F5bf`_`[1`#cite-note-oberdorfer2001-1]`_`f] Die Acker-Winde ist eine `F33f`_`[Charakterart`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Charakterart]`_`f des Convolvulo-Agropyretum aus dem Verband der Quecken-Halbtrockenrasen (Convolvulo-Agropyrion repentis).`:cite-ref-oberdorfer2001-1-3[`F5bf`_`[1`#cite-note-oberdorfer2001-1]`_`f] Sie steigt in der Schweiz im `F33f`_`[Schanfigg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schanfigg]`_`f bis in eine Höhenlage von 1850 Meter, im `F33f`_`[Kanton Wallis`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kanton_Wallis]`_`f bis 1980 Metern auf.`:cite-ref-hegi1966-2-3[`F5bf`_`[2`#cite-note-hegi1966-2]`_`f]

Die ökologischen `F33f`_`[Zeigerwerte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zeigerwerte]`_`f nach `F33f`_`[Landolt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elias_Landolt_(Botaniker)]`_`f `F33f`_`[et al.`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Et_al.]`_`f 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+w (frisch aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4 (kühl bis mäßig), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).`:cite-ref-infoflora-6-0[`F5bf`_`[6`#cite-note-infoflora-6]`_`f]

>>Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von `*Convolvulus arvensis`* erfolgte 1753 durch `F33f`_`[Carl von Linné`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Carl_von_Linné]`_`f in `*`F33f`_`[Species Plantarum`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Species_Plantarum]`_`f`*, Tomus I, S. 153. Synonyme für `*Convolvulus arvensis`* L. sind: `*Convolvulus arvensis`* subsp. `*crispatus`* Franco, `*Convolvulus arvensis`* var. `*linearifolius`* Choisy.`:cite-ref-wcsp-4-1[`F5bf`_`[4`#cite-note-wcsp-4]`_`f]

>>Trivialnamen

Für die Ackerwinde bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen `F33f`_`[Trivialnamen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Trivialname]`_`f: Bedewinde (Schlesien), Erdwinde (Schlesien), Hergottkedelcher (`F33f`_`[Siebenbürgen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Siebenbürgen]`_`f), Kornwinde (Schlesien, Schweiz), Mittelwind, Pädewinde (`F33f`_`[Potsdam`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Potsdam]`_`f), Pathenwinde (`F33f`_`[Tübingen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tübingen]`_`f), Snerrkrut (`F33f`_`[Holstein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Holstein]`_`f, `F33f`_`[Fallersleben`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fallersleben]`_`f), Snirrkrut (Holstein, Fallersleben), Strumpfe (`F33f`_`[Österreich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Österreich]`_`f), Strupfe (Österreich), Teufelsdarm (Schlesien), Omspunnen Tüch (`F33f`_`[Helgoland`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Helgoland]`_`f), Wäwinde (`F33f`_`[Altmark`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Altmark]`_`f), Waidach (`F33f`_`[Kärnten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kärnten]`_`f), Waen (`F33f`_`[Eifel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eifel]`_`f bei `F33f`_`[Nürburg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nürburg_(Gemeinde)]`_`f), Kleu Wedewinde (`F33f`_`[mittelniederdeutsch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mittelniederdeutsch]`_`f), Klen Wedewindeblom (mittelniederdeutsch), Klen Wedewindeglocken (mittelniederdeutsch), Weegbinn (Holstein), Wegewinne (Mecklenburg), Wewinne (`F33f`_`[Göttingen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Göttingen]`_`f, Fallersleben), Wewinneke (Göttingen), Winda, Windel (`F33f`_`[Oberhessen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oberhessen_(Region)]`_`f), Kleine Winde (Schlesien), Weiß Winde und Windglöckchen (Schlesien).`:cite-ref-7[`F5bf`_`[7`#cite-note-7]`_`f] Sie wird auch Windling oder Feldwinde genannt.

Der Beiname `F33f`_`[Muttergottesgläschen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Muttergottesgläschen]`_`f entstammt einer Kinderlegende der `F33f`_`[Brüder Grimm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Brüder_Grimm]`_`f, nach welcher die `F33f`_`[Mutter Gottes`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mutter_Gottes]`_`f aus der Blüte der Feldwinde einen Schluck Wein trank, indem sie den Blütenkelch der Pflanze als Trinkglas benutzte.`:cite-ref-8[`F5bf`_`[8`#cite-note-8]`_`f]

>>Literatur

• `F33f`_`[Gunter Steinbach`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gunter_Steinbach]`_`f (Hrsg.), Bruno P. Kremer u. a.: `*Wildblumen. Erkennen & bestimmen.`* Mosaik, München 2001, ISBN 3-576-11456-4.
• Maria Teresa Della Beffa: `*Der große Naturführer Kräuter.`* Kaiser, Klagenfurt 2005, ISBN 3-7043-1314-9.
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>>Weblinks

Commons

: Acker-Winde (

Convolvulus arvensis

)

– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

• `*Convolvulus arvensis L., Acker-Winde`*. auf FloraWeb.de
• Ackerwinde. In: `*BiolFlor,`* der `*Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.`*
• Thomas Meyer: Winde Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei `*Flora-de: Flora von Deutschland`* (alter Name der Webseite: `*Blumen in Schwaben`*).
• `*Convolvulus arvensis`* bei Malta Wild Plants.
• `*Convolvulus arvensis`* bei Missouri Plants.

>>Einzelnachweise

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